Einfügungen und Zusätze

 

1) Einfügungen in das Zitat

Manchmal ist es notwendig, direkt im Zitat etwas zu ergänzen. Dabei ist die Verwendung eckiger statt runder Klammern notwendig, um Verwechslungen mit im Original bereits vorhandenen Textstellen in Klammern zu verhindern:

 

Original: Der damalige Herrscher (nicht gerade ein einfacher Charakter) war aber schließlich bereit, sich auf neue Verhandlungen mit ihm einzulassen.

 

Zitat: »Der damalige Herrscher (nicht gerade ein einfacher Charakter) war aber schließlich bereit, sich auf neue Verhandlungen mit ihm [Jakob Fugger] einzulassen.«

 

 

a) Einfügen einer für das Verständnis wichtigen Information

 

 »1230 reiste sie [die Königin] nach Italien.«

 

b) Einbinden des Zitats in den Begleitsatz

 

Bevor er dies erkannt hatte, schrieb er, eine neue Verhandlung sei »unmöglich in Betracht [zu] ziehen«.

 

c) Einen Fehler im Zitat kenntlich machen

Zur Verdeutlichung eines Fehlers im Zitat verwendet man üblicherweise [sic], [!] oder [sic!].

 

»Dies hat auch Göthe [sic] richtig bemerkt.«

 

 

2) Zusätze außerhalb des Zitats

Will man dem Zitat noch eine Quelle oder Bemerkung anfügen, kann man dies im direkten Anschluss an das Zitat außerhalb der Anführungszeichen tun. Steht nach dem schließenden Anführungszeichen ein schließendes Satzzeichen, fügt man den Zusatz vor dem schließenden Satzzeichen ein:

 

Ursprüngliches Zitat: Er schrieb: »Ehrlich währt am längsten«.


Zitat mit Zusatz: Er schrieb: »Ehrlich währt am längsten« (Sprichwort).

 

Achtung: Steht am Ende des Zitats ein Punkt, rutscht dieser nun hinter den Zusatz:

 

Ursprüngliches Zitat: »Ich erinnere mich gut.«

 

Zitat mit angefügter Quelle: »Ich erinnere mich gut« (Heuss 1980).

 

Achtung: Steht am Ende des Zitats ein anderes Satzzeichen, bleibt dieses an seiner Position und man ergänzt einen Punkt nach dem Zusatz:

 

Ursprüngliches Zitat: »Ich erinnere mich gut!«

 

Zitat mit angefügter Quelle: »Ich erinnere mich gut!« (Heuss 1980).