Auslassungen im Zitat

 

Nicht immer braucht man das ganze Zitat. Möchte man einen Teil davon weglassen, macht man diese Auslassung durch drei eingefügte Punkte kenntlich. Diese können anstatt eines Wortes, eines Satzteils oder ganzen – auch mehreren – Sätzen stehen.

 

Bei wissenschaftlichen Texten werden die drei Auslassungspunkte – wie alle Eingriffe in ein Zitat – in eckige Klammern gesetzt. Das unterscheidet die Auslassung eindeutig von etwaigen in der Quelle vorkommenden drei Punkten:

 

»Es ist nicht bekannt, ob Rembrandt ... das Original [...] jemals gesehen hat.« 

 

1) Wegfall der Satzzeichen des ausgelassenen Textteils

Satzzeichen, die zu einem ausgelassenen Textteil gehören, fallen normalerweise weg. Ist ein Satzzeichen aber für den Satzzusammenhang des Zitats notwendig, bleibt es erhalten:

 

»Da das Gemälde aber zu dieser Zeit als Stich in ganz Europa bekannt war [...], ist davon auszugehen, dass der Künstler zumindest dessen Reproduktion kannte.«

 

Achtung: Ein Satzendpunkt vor einer Auslassung in einem Zitat fällt nicht weg.

 

»Das Gemälde war aber zu dieser Zeit weithin bekannt. [...] Es wurde in einer großen Anzahl von Stichen reproduziert und verbreitet.«

 

2) Auslassungspunkte am Satzende

Ohne eckige Klammern geht der Satzendpunkt in den drei Auslassungspunkten auf:

 

Sie betonte: »Es ist keine weitere Kopie des Gemäldes bekannt ...«

 

In einem wissenschaftlichen Text, in dem die Auslassungspunkte in eckigen Klammern stehen, kann der Endpunkt dagegen nicht wegfallen:

 

Sie betonte: »Es ist keine weitere Kopie des Gemäldes bekannt [...].«

  

3) Auslassungspunkte am Satzanfang

Lässt man den Anfang eines Zitats weg, wird nach den Auslassungspunkten kleingeschrieben (ausgenommen natürlich Substantive und Namen):

 

So vermerkte der Restaurator in seinem Bericht: »[...] keine Hinweise auf frühere Übermalungen.«